Wir prüfen Messprotokoll, Zielerfassung, Messwinkel, Eichung, die Zuordnung zum Fahrzeug und die Fahreridentifizierung.
Ihre Verteidiger, wenn der Riegl FG21-P Sie gemessen hat
Der Riegl FG21-P ist ein Laser-Handmessgerät, das Polizeikräfte flexibel für Geschwindigkeitskontrollen einsetzen. Seine Besonderheit: Er erstellt kein Beweisfoto. Damit rückt die Fahreridentifizierung in den Mittelpunkt — das gemessene Fahrzeug wird in der Regel direkt angehalten. Für den Einspruch gilt grundsätzlich eine Frist von 2 Wochen ab Zustellung des Bußgeldbescheids. Eine Übersicht aller gängigen Geräte finden Sie unter Messgeräte.
Was nach einer FG21-P-Messung jetzt wichtig ist.
Ohne Foto stützt sich der Vorwurf vor allem auf die Beobachtung der Beamten. Umso genauer lohnt der Blick auf Messprotokoll, Zuordnung und den Anhaltevorgang.
Nach Zustellung des Bußgeldbescheids bleiben grundsätzlich nur 2 Wochen für den Einspruch.
Was drohen kann, hängt von der Überschreitung ab — alle Regelsätze im Ratgeber Zu schnell gefahren.
So misst der Riegl FG21-P.
Der FG21-P ist ein Laser-Handmessgerät: Der Messbeamte visiert ein Fahrzeug über einen Leuchtpunkt im Zielfernrohr an. Das Gerät sendet unsichtbare Infrarot-Laserimpulse aus und misst über die Laufzeit der reflektierten Signale die Entfernung; aus deren Änderung über die Zeit ergibt sich die Geschwindigkeit. Eine Messung dauert nur einen Sekundenbruchteil. Ein Beweisfoto entsteht dabei nicht.
- Mobiles Handgerät, häufig aus dem Stand oder aufgelegt bedient
- Kein Beweisfoto und keine Videoaufzeichnung der Messung
- Identifizierung des Fahrers durch die Beamten, meist über den Anhaltevorgang
- Korrekter Messwinkel zur Fahrbahn und saubere Zielerfassung sind entscheidend
Kein Foto — die zentrale Schwachstelle
Weil kein Beweisfoto existiert, lässt sich die Zuordnung der Messung zum konkreten Fahrzeug und zur Person am Steuer nicht am Bild überprüfen. Alles hängt an der Beobachtung, der Dokumentation und einem lückenlosen Anhaltevorgang — genau hier setzt die Verteidigung an.
Wie Gerichte den Riegl FG21-P bewerten.
Laser-Handmessungen gelten grundsätzlich als standardisiertes Messverfahren — der Streit dreht sich hier weniger um die Technik als um Zuordnung und Fahreridentifizierung.
Nach verbreiteter obergerichtlicher Rechtsprechung sind Laser-Handmessgeräte ein standardisiertes Messverfahren. Voraussetzung bleibt aber immer, dass das Gerät geeicht war und nach Bedienungsanleitung eingesetzt wurde.
Ohne Foto muss zur Überzeugung des Gerichts feststehen, wer gefahren ist. Bleibt die Identifizierung zweifelhaft, kann der Vorwurf nicht ohne Weiteres zugerechnet werden — ein häufiger Ansatzpunkt.
Gerade ohne Foto muss die Messung sauber dokumentiert sein: Messprotokoll, Standort, Messwinkel, Zuordnung und Anhaltevorgang. Lücken hier können die Beweisführung erschüttern.
Typische Angriffspunkte beim Riegl FG21-P.
Ob eine Messung angreifbar ist, zeigt sich meist erst nach Akteneinsicht. Bei FG21-P-Messungen prüfen wir unter anderem folgende Punkte.
Steht zweifelsfrei fest, wer gefahren ist? Ohne Foto ist das der wichtigste Ansatzpunkt — vor allem bei mehreren möglichen Fahrern.
War das anvisierte auch das angehaltene Fahrzeug? Bei dichtem oder nebeneinander fahrendem Verkehr ist die Zuordnung angreifbar.
Der Winkel zur Fahrbahn muss stimmen. Ein zu großer Winkel oder eine schräge Anvisierung kann den Messwert verfälschen.
Ist lückenlos dokumentiert, dass zwischen Messung und Anhaltung kein Fahrzeugwechsel oder eine Verwechslung möglich war?
War das Gerät gültig geeicht und der Beamte für den FG21-P geschult? Beides gehört auf den Prüfstand.
Wurde die richtige Toleranz abgezogen und ist das Messprotokoll vollständig und stimmig geführt?
Welche Toleranz beim Riegl FG21-P gilt.
Vom gemessenen Wert wird vor der Ahndung eine Messtoleranz abgezogen. Erst der bereinigte Wert entscheidet über Bußgeld, Punkte und Fahrverbot.
| Gemessene Geschwindigkeit | Regelmäßiger Toleranzabzug |
|---|---|
| bis 100 km/h | 3 km/h |
| über 100 km/h | 3 % des Messwerts |
So prüfen wir Ihre FG21-P-Messung.
Von der ersten Einschätzung bis zur Verteidigung — den kompletten Ablauf erklärt So funktioniert's.
Bescheid hochladen
Sie senden Bußgeldbescheid, Anhörungsbogen oder Messprotokoll digital an uns — über die kostenlose Fallprüfung.
Ersteinschätzung
Wir ordnen kurzfristig ein, was droht und ob ein Einspruch sinnvoll ist — und klären die Rechtsschutz-Deckung.
Einspruch & Akteneinsicht
Bei Beauftragung sichern wir die Frist und fordern Messakte, Eichschein, Messprotokoll und den Anhaltevermerk an.
Verteidigung
Wir greifen Fahreridentifizierung, Zielerfassung, Messwinkel oder Anhaltevorgang gezielt an und verhandeln mit Behörde oder Gericht.
Häufige Fragen zum Riegl FG21-P.
Wie funktioniert der Riegl FG21-P?
Macht der Riegl FG21-P ein Beweisfoto?
Warum ist die Fahreridentifizierung hier so wichtig?
Welche Toleranz wird beim Riegl FG21-P abgezogen?
Lohnt sich ein Einspruch gegen eine FG21-P-Messung?
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